Bislang war von einer undichten Gasleitung und leicht verletzten Mitarbeitenden die Rede. Nun sind weitere Aufnahmen und teilweise geschwärzte Unterlagen aufgetaucht. Sie liefern keine eindeutige Erklärung für den Zwischenfall bei CybeREvolution – aber Hinweise auf eine Geschichte, die deutlich früher begonnen haben könnte.
Eine grobkörnige Aufnahme zeigt auf einem Überwachungsmonitor eine massige, tief geduckte Gestalt. Auffällig sind die breiten Vordergliedmaßen und eine rundliche Struktur oberhalb des Körpers. Was genau dort zu sehen ist, lässt sich anhand des Materials nicht verlässlich bestimmen.
Weitere Bilder zeigen eine ähnlich wirkende Silhouette zwischen verschneiten Felsen. Eine als Satellitenaufnahme gekennzeichnete Ansicht weist auf 30.09.2026 hin.
Ob die eingeblendeten Orts- und Zeitangaben stimmen, ist bislang ebenso ungeklärt wie die Herkunft der Dateien. Auch ist nicht bestätigt, dass sämtliche Bilder dasselbe Motiv zeigen.
Eine Bezeichnung taucht auf: PSI-07
Zu dem Material gehören Fotografien einer offenbar als geheim eingestuften Akte. Auf dem Deckblatt steht „PROJEKT PSI“, daneben die Kennzahl „07“.
Große Teile der Unterlagen sind geschwärzt. Lesbar bleiben jedoch Verweise auf mehrere Versuchsreihen. Während die Reihen eins bis sechs als fehlgeschlagen aufgeführt werden, ist die siebte als „aktiv“ vermerkt. An anderer Stelle stehen die Begriffe „Beobachtung“ und „kontrollierte Entwicklungsphase“.
Worauf sich diese Angaben beziehen, bleibt offen. Die Bezeichnung könnte ein Forschungsprogramm, einen Prototyp oder ein einzelnes Versuchsobjekt meinen. Auch die Echtheit und Vollständigkeit der abgebildeten Dokumente sind nicht unabhängig bestätigt.
Die sichtbaren Datierungen reichen bis in die Jahre 2021 und 2022 zurück. Sollten sie zutreffen, würde das Material Vorgänge dokumentieren, die lange vor der aktuellen Meldung über das Gasleck begonnen haben.
Fünfzehn Jahre Arbeit – woran?
Damit erhält auch die bereits verbreitete Aufnahme des Professors neue Aufmerksamkeit. Darin spricht er davon, dass fünfzehn Jahre Arbeit umsonst gewesen seien.
Ein Zusammenhang mit „Projekt PSI“ ist nicht belegt. Seine Aussage erklärt weder die Unterlagen noch die ungewöhnlichen Aufnahmen. Sie lässt jedoch eine Frage offen, auf die die bisherige Darstellung des Laborzwischenfalls keine Antwort gibt: Welche Arbeit stand dort tatsächlich auf dem Spiel?
Besonders erklärungsbedürftig ist ein weiteres Bild mit der Kennzeichnung „PERIMETER_NW“. Es zeigt einen weitläufigen Anlagenkomplex, starke Brände und eine auffällige Gestalt am Rand des Geländes. Die Aufnahme ist auf 01.10.2026 datiert.
Vorerst stehen die offizielle Erklärung eines begrenzten Gaslecks und ein Konvolut ungeklärter Bilder und Unterlagen nebeneinander.
Was ist Projekt PSI? Und warum führt seine Spur offenbar weit über das Labor hinaus?